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Rapper Moses P. ruft
öffentlich zur Gewalt gegen Viva-Moderator Stefan Raab auf
Und das soll Spaß sein ...?
"Das war nicht das
letzte Mal, daß der Mann vor Gericht steht", hatte der
Hamburger Richter Henning Haage prophezeit, als er den Rapper
Moses Pelham letzte Woche zu einer Geldstrafe von 50000 Mark
verurteilte (MOPO berichtete). Der Frankfurter Musiker hatte den
VIVA-Moderator Stefan Raab, der ihn angeblich beleidigt hatte
("Möschen") bei der "Echo"-Verleihung 1997
in Hamburg brutal ins Gesicht geschlagen.
Der Richter könnte recht
behalten. Denn jetzt holte Moses P. öffentlich zum Verbalschlag
aus: Jeder solle eine Belohnung von ihm bekommen, der Stefan
Raab als nächstes verprügele, sagte der temperamentvolle
Rapper in dem am Dienstag ausgestrahlten SAT.1-Magazin
"Blitzlicht". Als das Interview eine Woche vorher in
Wien aufgezeichnet worden war, habe der schwergewichtige Musiker
sogar mit Mord gedroht. "Danach hat er aber schallend
gelacht, das ist eben das Rapper-Klischee", so
SAT.1-Redakteurin Susanne Trautner zur MOPO.
Für seine Worte könnte der
Rapper nun erneut vor den Richter kommen: "Die öffentliche
Aufforderung zur Straftat erfüllt einen Straftatbestand",
sagt Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt. Im Ernstfall könne
der Anstifter so hart bestraft werden wie der Täter. "Wir
haben die nötige Distanz gewahrt", hält Trautner
entgegen, eine rechtliche Handhabe gegen den Sender bestehe
nicht. Eine Anzeige könnte nur Stefan Raab selbst erstatten.
Doch der hält sich bedeckt.
"Er findet das Ganze albern und möchte sich zu der Sache
nicht äußern", sagte seine Managerin Gaby Allendorf zur
MOPO. Und wie sagte noch VIVA-Chef Dieter Gorny nach Moses'
Skandal-Auftritt: "Das gehört eben zum Showbizz."
nar/bila/uta
Quelle: MOPO
online 3.9.98
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